Die Walt-Disney-Methode

Aktualisiert: 18. Jan. 2021

Ziel ist es, dass ein Produkt ein Nutzerproblem löst. Wichtig ist, dass die Erwartungen des Kunden dabei erfüllt werden. Wenn ein Produkt die Erwartungen der Kunden allerdings übertrifft, ist das Wachstumspotential am größten. Eine gute Idee ist damit die Basis einer erfolgreichen Produktentwicklung. Kreative Ideen zu entwickeln ist aber nicht immer einfach. Daher benötigen wir Inspiration. Einer, der mit einer Art Rollenspiel diese Inspiration in sein Unternehmen brachte, war Walter Elias Disney.



Das Walt-Disney-Unternehmen entwickelte eine Methode, bei der das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Dies hilft neue Inspirationen zu finden und somit neue Ideen zu entwickeln.


Wenn ihr an einem Punkt steht, an dem ihr als Team in eurem Projekt oder eurer täglichen Arbeit nicht weiterkommt, dann hilft es manchmal, das Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Walt-Disney-Methode unterscheidet dabei drei verschiedene Blickwinkel:

Den Träumer, den Realisten und den Kritiker.

Wichtig ist es, aus Sicht dieser drei Charaktere zu diskutieren und die neu gewonnenen Erkenntnisse – natürlich wieder auf Haftnotizblättern – festzuhalten.


Der Träumer

Für den Träumer ist alles möglich. Sein Fokus liegt auf den übergreifenden und zukunftsorientierten Visionen. Er darf neue verrückte Ideen entwickeln - völlig unabhängig davon, ob diese technisch, rechtlich oder gesellschaftlich möglich sind. Er selbst darf sich keine Einschränkungen machen und alle Gedanken zulassen.

Kernfragen, die sich der Träumer stellen kann, sind:

- Was wäre schön?

- Was ist mein Traum dazu?

- Was fällt mir Verrücktes dazu ein?

- Was wäre die ideale Situation?



Der Realist

Der Realist betrachtet das Problem von der praktischen Seite. Er agiert weder besonders positiv noch besonders negativ. Sein Fokus liegt auf der Machbarkeit, der Umsetzung der Ideen. Er sieht die Thematik gegenwartsnah.

Kernfragen, die sich der Realist stellen kann, sind:

- Was wird für die Umsetzung benötigt (Material, Kapital, Mitarbeiter)?

- Was von dem, das der Träumer sich ausgedacht hat, kann realisiert werden?

- Welche Grundlagen sind bereits vorhanden?

- Kann der Ansatz getestet werden?


Der Kritiker

Der Kritiker übt Kritik. Er weist auf mögliche Risiken in Bezug auf die Ideen hin und überprüft die Idee von allen Seiten.

Er konzentriert sich voll und ganz darauf, was nicht funktionieren könnte und wieso etwas nicht realisiert werden kann.

Kernfragen, die sich der Kritiker stellen kann, sind:

- Kann das vom Träumer und Realisten Gesagte realisiert werden?

- Was halte ich für möglich?

- Was kann gar nicht funktionieren?

- Was wurde übersehen?


Nehmt euch in eurem Team (ca . 3 - 6 Teilnehmer) eine halbe Stunde Zeit. Verteilt dabei die Rollen: eine oder zwei Personen sind die Träumer, eine oder zwei Personen sind der Realist und eine oder zwei Personen sind der Kritiker.

Betrachtet euer aktuelles Projekt oder die Herausforderung aus der jeweiligen Rolle, in der ihr euch befindet und diskutiert aus der jeweiligen Perspektive zehn Minuten miteinander. Schreibt alles auf Haftnotizblätter, was euch zu eurem Thema einfällt. Nach zehn Minuten wechselt ihr weiter zur nächsten Rolle und so weiter.


Und wenn euch die Methode zu langweilig wird, fragt euch einfach mal, was Mickey, Donald oder Tick,Trick und Track machen würden, um euer Problem zu lösen

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